Kalter Krieg - Masterclass

Verstehe und merke dir alles Wichtige in Rekordzeit.

Wichtige Ereignisse & Begriffe

Die Blöcke

USA (Westen): Kapitalismus, Demokratie, NATO-Bündnis.

UdSSR (Osten): Kommunismus, Diktatur, Warschauer Pakt.

Was ist ein Stellvertreterkrieg?

Großmächte (USA/UdSSR) kämpfen nicht direkt gegeneinander, sondern unterstützen kleinere Staaten in Konflikten (Waffen, Geld), z.B. Koreakrieg (1950-1953).

  • 1945: Potsdamer Konferenz. Aufteilung Deutschlands.
  • 1947: Truman-Doktrin (Eindämmung/Containment des Kommunismus).
  • 1950-1953: Koreakrieg (Erster großer Stellvertreterkrieg).
  • 1962: Kubakrise (Höhepunkt des Kalten Krieges).
  • 1970er: Phase der Entspannungspolitik.
  • 1979: Einmarsch UdSSR in Afghanistan (NATO-Doppelbeschluss, neues Wettrüsten).
  • 1985: Gorbatschow wird Parteichef der UdSSR.
  • 1989/1991: Fall der Mauer / Auflösung der Sowjetunion (Ende des Kalten Krieges).

Die Kubakrise (1962) - Die Welt am Abgrund

Wichtig: Die Welt stand kurz vor einem dritten, atomaren Weltkrieg! ("Gleichgewicht des Schreckens")

Entspannungspolitik & Der "Zweite" Kalte Krieg

1. Phase: Entspannung (1970er Jahre)

Warum? Beide Seiten erkannten die Gefahr der gegenseitigen atomaren Vernichtung (Gleichgewicht des Schreckens). Man wollte das Wettrüsten bremsen, um Kosten zu sparen.

Was passierte? Rüstungskontrollverträge, Friedensverhandlungen (z.B. in Genf).

2. Phase: Erneute Anspannung (ab 1979)

Auslöser: Einmarsch der UdSSR in Afghanistan. USA unterstützen die afghanischen Rebellen (Mudschahedin).

Ronald Reagan (US-Präsident ab 1981): Nennt die UdSSR das "Reich des Bösen". Er startet ein massives Aufrüstungsprogramm (z.B. SDI - Raketenabwehrschirm im All). Er wollte die UdSSR "totrüsten" (wirtschaftlich ruinieren).

Politik von Michail Gorbatschow (ab 1985)

Gorbatschow erkannte, dass die UdSSR wirtschaftlich am Ende war und das Wettrüsten gegen die USA nicht mehr gewinnen konnte. Er startete tiefgreifende Reformen:

Glasnost (Offenheit)

Mehr Rede- und Pressefreiheit. "Das Volk solle alles wissen und über alles bewusst urteilen." Erlaubnis, Missstände öffentlich zu kritisieren.

Perestroika (Umgestaltung)

Umbau der Gesellschaft und Wirtschaft. Dezentralisierung und Einführung von ersten demokratischen und marktwirtschaftlichen Elementen. "Wir brauchen die Demokratie wie die Luft zum Atmen."

Teste dein Wissen: Prüfungsaufgaben

Versuche die Antworten zuerst selbst zu formulieren, bevor du auf "Lösung anzeigen" klickst!

AFB I: Vorwissen / Reproduktion

Aufgabe 1: Blockbildung und Konfliktarten

Nenne die beiden gegnerischen Bündnissysteme des Kalten Krieges und erkläre in zwei Sätzen, was man unter einem "Stellvertreterkrieg" versteht.

Bündnisse: Die NATO (Westen, geführt von den USA) und der Warschauer Pakt (Osten, geführt von der UdSSR).

Stellvertreterkrieg: Eine bewaffnete Auseinandersetzung, bei der die Supermächte (USA/UdSSR) nicht direkt gegeneinander kämpfen, sondern kleinere Staaten in deren Konflikten mit Waffen, Geld und Ausbildung unterstützen (z.B. Koreakrieg), um die eigene Einflusssphäre zu erweitern.

AFB II: Erläutern mit Quellenbezug

Aufgabe 2: Gorbatschows neue Wege

Gorbatschow sagte 1987 vor dem Zentralkomitee: "Wir brauchen die Demokratie wie die Luft zum Atmen [...] Offenheit, Kritik und Selbstkritik [...] sind die Garantien für eine gesunde Entwicklung."
Erläutere, auf welche beiden zentralen Konzepte seiner Politik er hier anspielt und was sie für die Menschen im Ostblock bedeuteten.

Gorbatschow spielt auf Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) an.

Erläuterung: Mit "Offenheit und Kritik" (Glasnost) brach er mit der strengen Zensur der Sowjetunion. Das Volk und die Medien durften erstmals wirtschaftliche und politische Missstände ansprechen. Mit "Demokratie wie Luft zum Atmen" meinte er die Perestroika, also den politischen und wirtschaftlichen Umbau des starren Systems hin zu mehr Bürgerbeteiligung und Eigenverantwortung der Staaten im Warschauer Pakt.

AFB III: Beurteilen / Stellung nehmen

Aufgabe 3: Die Kubakrise

Nach der Kubakrise präsentierte der sowjetische Staatschef Chruschtschow den Ausgang in seinen Memoiren als "spektakulären Erfolg" und "großen Sieg" für die UdSSR, da die USA eine Garantie abgaben, Kuba nicht zu überfallen.
Nimm Stellung zu dieser Behauptung: Wer war der eigentliche "Sieger" der Kubakrise?

Stellungnahme (Beispiel): Chruschtschows Behauptung ist nur teilweise richtig. Es handelte sich vielmehr um einen klassischen Kompromiss.

  • Für die USA (Kennedy): Es wirkte öffentlich wie ein großer Sieg, da die UdSSR ihre Raketen von Kuba sichtlich abziehen musste und die Bedrohung vor der US-Küste gebannt war.
  • Für die UdSSR (Chruschtschow): Er konnte das verbündete Kuba vor einer US-Invasion retten und erreichte (im Geheimen) den Abzug der US-Raketen aus der Türkei.
  • Fazit: Der eigentliche Sieger war die Vernunft ("Menschheit"). Beide Seiten erkannten die Gefahr der atomaren Eskalation, was im Anschluss zur Entspannungspolitik ("Heißer Draht", Verträge) führte.